Inhalt: Kürzung der Verpflegungspauschalen bei Flugreisen

Bei Flugreisen werden in der Regel kleine Mahlzeiten gereicht. Dies ist schön und gut, aber diese sind nun als Bewirtung durch den Arbeitgeber zu werten.

Wenn zum Beispiel bei einem eintägigen Inlandsflug vormittags von München nach Berlin und abends zurück, jeweils ein Brötchen und ein Getränk gereicht werden, hat man ein Frühstück und ein Abendessen erhalten.

Diese Meinung hat die Steuerbehörde. Sie hat in dem BMF-Schreiben vom Oktober 2014 ab 1.1 2015 bekannt gegeben, dass Mahlzeiten im Flugzeug zu der jeweiligen Tageszeit zu bewerten sind. Eine Abgrenzung nach den Uhrzeiten gibt es nicht.

Im obigen Beispiel steht dem Reisenden die Verpflegungspauschale für eine eintägige Reise in Höhe von 12,00 EUR zu. Aber das Frühstück ist mit 4,80 EUR und das Abendessen mit 9,60 EUR zu bewerten. Das sind zusammen 14,40 EUR. Damit erhält man keine Verpflegungspauschale mehr. Zum Glück braucht man aber auch nichts zu zahlen, da der Gesetzgeber eine Grenze eingefügt hat. Die Kürzung der Pauschalen kann maximal bis auf 0 EUR erfolgen.

Auch wenn die Mahlzeit im Flugzeug verweigern wird, ist die Pauschale zu Kürzung.

Dies gilt auch für Bus,Bahn und Schiffsreisen.

Für Selbständige gilt dies entsprechend, wenn die Mahlzeit nicht als Einzelposten auf der Flugrechnung erscheint. Wenn die Mahlzeit auf der Rechnung aufgeführt ist, so ist sie herauszurechnen.

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